Wie die soziale und berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärken? So lautete das Thema eines angeregten Austausches zwischen Werkstatträten und Angehörigen bei der Caritas Betriebs- und Werkstätten (CBW) GmbH. Das Unternehmen bietet in acht Werken in der Städteregion Aachen ein breites Spektrum an Beschäftigungsfeldern an. Dabei achtet es darauf, Brücken in den ersten Arbeitsmarkt zu schlagen, wenn es dem Wunsch der jeweiligen Person entspricht. Dafür gibt es zum Beispiel das Angebot der betriebsintegrierten Arbeitsplätze.
Nicht für jeden Menschen mit Behinderung ist das der richtige Weg, wurde im Austausch zwischen Werkstatträten und Angehörigen deutlich. Es gibt viele, die ganz im Gegenteil den Schutzraum schätzen, den ihnen die CBW in den Werken bietet. Sie fühlen sich wohl beim Miteinander und Zusammenarbeiten mit anderen Menschen mit Behinderung. Die individuelle Begleitung und Förderung durch die Fachkräfte der CBW tut ihnen gut. Sie können sich so bewegen und entwickeln, wie sie es in einem jährlichen Gespräch für sich als Ziel und Bedarf festlegen.
Der Austausch zwischen Werkstatträten und Angehörigen zeigte auch auf, dass die Wirtschaft und mit ihr der erste Arbeitsmarkt so stark unter Druck stehen, dass die Unternehmen und Betriebe häufig wenig Platz sehen, Menschen mit Behinderung regulär anzustellen. Die betriebsintegrierten Arbeitsplätze sind allerdings ein Konzept, das hier greifen kann. Die CBW berät hier gerne und begleitet alle Beteiligten auf diesem Weg. Das tut sie ganz in dem Sinne, bestmöglich dem Ziel der sozialen und beruflichen Teilhabe gerecht zu werden.
Das hörte auch Jens Kräghan, 2. Vorsitzender des Inklusionsbeirates der Städteregion Aachen und Mitglied des Gesamtwerkstattrats der CBW, gerne. Er nimmt die Impulse aus dem Austausch mit in seine Vertretungsarbeit. Das Gespräch zwischen Werkstatträten und Angehörigen erwies sich als so fruchtbar, dass die Fortsetzung bereits verabredet ist. Der Austausch tut gut in einer Zeit, in der wieder verstärkt über den richtigen Weg bei Inklusion und Teilhabe diskutiert wird. Eine Selbstvertreterin machte ihren Standpunkt deutlich: “Die Werkstatt ist nicht nur Arbeit, sondern Gespräch, Freunde, Rückzugsraum.”


